Was ist Hypnose?
Das Unbewußte ist viel moralischer, als das Bewußte wahrhaben will. Sigmund Freud

Hypnose ist der Begriff für eine Methode und inhaltlich eine ganz besondere Art verbaler und nonverbaler Kommunikation.
Hypnose als Methode ist im Ursprung ein altes und bewährtes Verfahren, das schon in vielen Kulturen Anwendung fand.
Erste Hinweise für den erfolgreichen Einsatz der Hypnose finden sich bereits in Schriften der Sumerer, den Schriften aus Indien, Ägypten, Griechenland.
Der Begriff Hypnose ist nach dem griechischen Gott des Schlafes Hyp-nos (lat. Somnus) benannt.
Hypnose als Methode ist ein erlebnishafter Prozess, bei dem Ideen ausgetauscht werden.
Eine Idee (Vision) im Kontext der Hypnose ist eine Unterscheidung, ein Unterschied also der einen Unterschied macht (Bateson 1979).
Dies ist für die Erlösung aus Problemsituationen in welcher Patienten (KlientIn) manchmal noch feststecken, ganz besonders hilfreich.
Die Hypnose nimmt in Russland seit Pawlow (1923,1938) bis heute ihren festen Platz in der Behandlung psychischer Störungen und bei medizinischen Interventionen ein. In den USA ist sie in gleicher Weise anerkannt.
Im deutschsprachigen Raum zeigt sich zunehmend ein reges Interesse für die effiziente Methode Hypnose.
Die Methode Hypnose verwendet im wesentlichen den Zustand Trance, einen der drei Grundzustände der Psyche eines Menschen.
Die drei Grundzustände unseres Bewußtseins:
- Wachheit
- Trance
- Schlaf
Die von der Methode Hypnose verwendete Aufmerksamkeitsfokussierung des Bewusstseins, auf allen Sinneskanälen, wird Trance genannt.
Hypnose als Methode verwendet also die dem Individuum innewohnenden seelischen und geistigen Möglichkeiten. Sie erleichtert den Zugang zu Prozessen, die z.B. Lernen, Erinnern, Heilen, Verändern, fördern.
Die Aufmerksamkeit wird in der Regel von der Altagsorientierung weg und nach innen gewendet.
darin vorkommende Zustände des Bewusstseins sind zum Beispiel:
- Ein Entspannungszustand ( bzw. auch ein intensiver Erregungszustand ).
- Ein veränderter Bewusstseinszustand.
- Ein alltäglich vorkommender Zustand.
- Ein Zustand fixierter Konzentration auf eine Sache.
- Ein Zustand von Aufmerksamkeitsfokussierung, auf allen Sinneskanälen der Wahrnehmung (VAKOG).
- Ein Zustand, in dem das Unterbewusstsein erhöht ansprechbar ist (erhöhte Suggestibilität).
- Ein Zustand, in dem z.B. geistige Programme verändert werden können.
- Ein Zustand, in dem bei entsprechender Suggestion hypnotische Phänomene auftreten können.
Die Wirksamkeit der Methode Hypnose hängt selten von der Trancetiefe ab. (als Ausnahmen hierfür gelten sicher die Bereiche der klinischen Hypnose Anwendung)
Das Erleben von Trance ist für jeden Menschen verschieden.
Trance ist durch physiologische wie auch psychologische Merkmale gekennzeichnet:
Veränderung der Herzschlagrate, Puls, Muskeltonus, Empfindungen von Ruhe und Gelassenheit, veränderte Zeitwahrnehmung, eingeengte Aufmerksamkeit, u.a.
Hypnose wird durch verschiedene Sprech- und Verhaltensweisen herbeigeführt. Die aktive Mitarbeit des Klienten/der Klientin ist dabei eine wichtige Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg einer Therapie oder auch eines Coachingprozesses. Hypnose wird in der Regel in Kombination mit anderen wissenschaftlich anerkannten Therapie und Coachingverfahren angewendet und dauert je nach Art der Problematik und Zielsetzung unterschiedlich lang.
Die meisten Anwendungen der Hypnose finden in Form eines konzentrierten Zustandes während einem Gespräch zwischen dem Therapeuten mit dem Klienten statt (sog. Wachhypnose), um den gewünschten Erfolg auch zu erzielen. Die hypnotische Trance umfasst verschiedenste Tiefen, von Wachhypnose bis zu Tiefentrance. Fachkompetente Therapeuten (Coaches) wenden eine Tiefentrance nur nach Absprache mit dem Klienten an, und auch dies erst nach gründlicher Vorabklärung und Bedarfs-Analyse. An dieser Stelle sei vermerkt, dass jeder Mensch wieder aus der Tiefentrance erwacht, sei es mittels Rapport zum Therapeuten oder auch (falls der Rapport verloren geht), indem der Klient von der Tiefentrance in einen Schlaf übergeht und aus diesem dann wieder erholt aufwacht.
Ziel der Hypnose ist in der Regel, dass sich der Klient von seinen im Unterbewusstsein verankerten Blockaden löst und sich somit in die Lage versetzt, sein volles Schöpfungs- resp. Leistungspotenzial zu entfalten. Ausnahmen hierzu finden sich in den Anwendungen der klinischen Hypnose und in der Zahnarztpraxis. Aufgabe des Therapeuten (Coach) ist nur die eines Begleiters. Die Bereitschaft zu einer Veränderung- sowie die Veränderung an sich, muss durch den Klienten selbst erfolgen.
Ist es möglich mit nur direkt autoritären Induktionsformen und Suggestionen nachhaltigen Therapie- bzw. Coaching Erfolg zu erzielen?
Zu Zeiten preussischer Befehlsempfänger waren tatsächlich einige Menschen noch diesem Irrtum anheim gefallen.
Die Fachwelt ist sich heute jedoch einheitlich darüber einig, dass direkt autoritäre Induktionsformen wie Blitzhypnose zwar z.B. in peri- und postoperativen Bereichen, sowie auch in der Zahnarztpraxis, nützlich sein können, jedoch nur im vorgängig mit Patienten/Klienten gemeinsam vereinbarten Vorgehensweisen und- sie sollten nur von tatsächlich fundiert ausgebildeten Fachexperten angeleitet werden.
Manch angebliche Hypnose Schule oder auch Institut, ködert mit direkt autoritären Induktionsformen (wie z.B. Blitzhypnose) mögliche Ausbildungsteilnehmer. Die Inhaber solcher sogenannten Hypnose Schulen, Institute etc. kommen meist aus dem Showhypnose Bereich und nutzen oftmals schamlos die Suggestibilität (Beeinflussbarkeit) des Menschen (in seinem Denken, Fühlen und Handeln) aus. Sie erkennen dies z.B. sofort und ganz einfach anhand der oftmals verbal ablehnenden Haltung solch angeblicher Hypnose Lehrer und Institutsleiter gegenüber seriösen Schulen, Verbänden und Therapeuten, welche sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten nachweislich für die den Klienten nutzbrigende Anwendung der Methode Hypnose verdient gemacht haben. Unseriöse Schulen und Therapeuten könnten Sie auch schon anhand von fadenscheingen Versprechungen erkennen.
Nützlich für Sie könnte auch sein wenn Sie sich erst darüber informieren:
- wer wirkt in Schulen / Instituten mit?
- was ist sein beruflicher Werdegang?
- welche Kompetenzen können nachgewiesen werden?
- welche Evidenzen (sinnlich konkreten Beweise) gibt es dafür?
- welchem Verband gehört die Schule, das Institut, die Praxis, der Therapeut, Coach etc. an?
- mit welcher überprüfbaren gesellschaftlichen und staatlichen Anerkennung?
- sind Honorare über sfr 120. -- / Stunde legitim?
- wenn ja, mit welcher Begründung?
- usw.
Für Auskünfte und Adressen seriöser Ausbildungsinstitute und Praxisbetriebe, oder auch andere fachkompetente Auskünfte, empfehlen wir Ihnen den Hypnose Dachverband Schweiz und den Dachverband des deutschsprachigen Europa.
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